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KI-Infrastruktur · Seite 2

Hardware-Empfehlung: Lokale KI-Infrastruktur

Acht durchgerechnete Hardware-Pakete für den Betrieb offener KI-Modelle im eigenen Haus – von der Einstiegs-Workstation bis zur Server-Farm. Mit interaktivem Konfigurator, der aus dem Workload automatisch die günstigste passende Konstellation errechnet.

On Premise vs. Cloud
Achtung: Preise mitunter veraltet – aufgrund der angespannten Marktlage schwanken die Preise täglich Für mittelständische Unternehmen · unteres/mittleres Ende der Preisspanne
8 Pakete
4× gebraucht · 4× neu
ab —
Hardware netto
96–768 GB
VRAM gesamt

1 · Die zentrale Entscheidung

Drei Weichenstellungen vor der Paketauswahl

Bevor ein Paket gewählt wird, sollten drei Grundsatzfragen geklärt sein – sie bestimmen Preis, Ausbaufähigkeit und Durchsatz.

Frage 1

Gebraucht oder neu?

Gebraucht (NVIDIA A100): Deutlich günstiger im Einstieg. Der Wertverlust dieser Hardware ist gering – ein späterer Wiederverkauf führt zu keinem großen Verlust.

Neu (NVIDIA RTX PRO 6000, 96 GB, Blackwell): Neueste Architektur und mehr VRAM pro Karte, jedoch nicht NVLink-fähig – die Karten kommunizieren langsamer untereinander.

Frage 2 · bei gebrauchter Hardware

PCIe oder SXM4/HGX?

PCIe: Server mit 8–10 GPU-Plätzen, schrittweise ausbaubar (Start mit 2 GPUs möglich). Die GPUs kommunizieren über PCIe – langsamer bei verteilten Modellen.

SXM4 / HGX (Voll-Mesh): Schnellere GPU-Kommunikation über NVLink, muss aber zwingend voll bestückt gekauft werden (4× oder 8×). Ein schrittweiser Ausbau ist hier nicht möglich.

Frage 3

Wie viele GPUs?

Maßgeblich ist der gesamte verfügbare GPU-Speicher (VRAM), denn dieser bestimmt, welche Modelle überhaupt laufen können.

Den konkreten Bedarf für Modell, Kontext und Parallelität rechnet der Konfigurator direkt durch.

2 · Überblick

Paketvergleich

Alle Preise sind Hardware netto (Materialkosten). Aufbau, Einrichtung, Inbetriebnahme und Betrieb sind nicht enthalten und werden separat ausgewiesen.

Gebrauchte Hardware · NVIDIA A100

PaketKonfigurationVRAM gesamtAnbindungHardware nettoCharakter
12× A100 80 GB PCIe160 GBPCIeflexibelster Einstieg
24× A100 80 GB PCIe320 GBPCIeAusbau, weiterhin flexibel
38× A100 80 GB PCIe640 GBPCIeMaximaler PCIe-Ausbau
48× A100 80 GB SXM4640 GBSXM4/HGX (Voll-Mesh)Höchster Durchsatz, fertiges Komplettsystem

Neue Hardware · RTX PRO 6000 Blackwell, 96 GB

PaketKonfigurationVRAM gesamtHardware nettoCharakter
N11× RTX PRO 6000 96 GB96 GBEinstieg Workstation
N22× RTX PRO 6000 96 GB192 GBAusbau Workstation
N34× RTX PRO 6000 96 GB384 GBMaximal-Workstation
N48× RTX PRO 6000 96 GB (Server Ed.)768 GBServer-Farm

3 · Stücklisten

Pakete einzeln im Detail

Jedes Paket mit vollständiger Stückliste, Bezugsquelle und empfohlenem Modell-Stack. Zum Aufklappen anklicken.

Hinweis zu den neuen Paketen: Die RTX PRO 6000 (Blackwell) ist nicht NVLink-fähig – ein über mehrere Karten verteiltes Modell wird weniger effizient bedient als auf einem SXM4-System.

Hintergrund

Durchsatz nach Server-Art

Skalierung relativ zu einer einzelnen GPU – warum NVLink bei vielen Karten zählt.

TPGPU-RAM gesamtSXM4 / HGX (Voll-Mesh)PCIe paarweise (Bridge)Lücke
180 GB1,0×1,0×—
2160 GB~1,8×~1,75–1,8×≈ keine
4320 GB~3,3–3,6×~2,8–3,0×~15–20 %
8640 GB~5,5–6,5×~4,0–4,5× (oft nicht lohnend)~30–40 %

NVLink-Systeme (A100/H100 SXM) erreichen rund 0,92× Skalierungseffizienz pro Karte – zwei SXM-Karten liefern etwa das 1,84-Fache einer einzelnen. PCIe-Systeme erreichen nur rund 0,70–0,78× Effizienz pro Karte; ein realer PCIe-Benchmark über 4 GPUs bestätigt das mit 61–74 % Skalierungseffizienz, also erheblichem Overhead durch Tensor-Parallelität über PCIe.

Wichtig: Auch SXM skaliert nicht linear. Tensor-Parallelität (TP) dient primär dazu, dass ein großes Modell überhaupt in den Speicher passt – der Durchsatzgewinn ist der Bonus, nicht der Hauptzweck. Bei TP = 8 zahlt selbst NVLink merklich „Kommunikations-Steuer".

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